Warum funktioniert die Arbeit mit Futter so gut?

Viele Hundebesitzer stehen der Arbeit mit Futter eher skeptisch gegenüber. Es wird befürchtet, der Hund würde ohne Leckerchen nicht mehr "funktionieren". Dem ist jedoch nicht so:





Bei Hunden (und auch beim Menschen) ist der Geruchssinn enger mit Gefühlen verknüpft als jeder andere Sinn ( eine Ausnahme bilden die Berührungen).

Das Gehirn ist in verschiedene Bereiche gegliedert. Unter anderem gibt es einen Bereich, der nur für die Gefühle zuständig ist. Die Nervenverbindungen des Geruchsinnes gehen direkt in dieses emotionale Zentrum (ohne vorher noch "Umwege" durch andere Bereiche zu gehen). Die Gabe von Futter geht einher mit starken Gerüchen. Der Geruch des Futters geht also direkt in das limbische System der Gefühle und löst so Wohlbefinden aus.

Wenn ein Hund jetzt lernt, den guten Geruch des Futters mit einer bestimmten Aufforderung zu assoziieren, dann lernt das Gehirn, sich bei der Ausführung dieser Aufforderung gut zu fühlen. Es werden im Gehirn "Verkabelungen" gelegt, die , wenn sie einmal gefestigt sind, nicht andauernd neu gelegt werden müssen. Das heißt: Man kann, ist die positive Assoziation einmal gelegt, das Futter auch wieder weglassen und der Hund wird das Gelernte trotzdem gerne weiterhin ausführen!

Beim Fressen passieren im Körper ausserdem eine Reihe physiologischer Vorgänge. So wirkt Fressen entspannend und kann so in bestimmten Situationen einfach anders wirken, als beispielweise als eine Stimmzuwendung.

Fressen ist für den Organismus lebenswichtig und hat neben der Fortpflanzug höchste Priorität ! Es ist also eine sehr begehrte Ressource, die wir uns da zu Nutze machen können.

Verzichtet man grundsätzlich auf die Gabe von Futter im Training, so verschenkt man eine sehr effektive Möglichkeit auf einfache, angenehme Weise  mit seinem Hund zu kommunizieren.

Mit Bestechung hat das Alles nichts zu tun, wenn man die Technik der Belohnung richtig anwendet!

Natürlich gibt es auch Hunde, die in bestimmten Situationen kein Futter nehmen wollen, oder können. Die Ursachen hierfür sind zahlreich (aber hier grad nicht das Thema).

Hat man jedoch einen Futterbegeisterten Hund, hat man prima Voraussetzungen für ein erfolgreiches Training.